Einzelplatz · Schritt für Schritt

Deine eigene Fabrik — mit deinem Claude-Abo.

Diese Anleitung bringt die Softwarefabrik auf deinem eigenen Rechner zum Laufen und bindet dein bestehendes Claude-Max-/Pro-Abo an — ohne separaten API-Key. Für Einsteiger geschrieben: du kopierst Befehle, siehst an Screenshots, wo du gerade bist, und hast am Ende eine lokale, private Instanz, die echten Code erzeugt.

~20 Min Einrichtung Läuft in WSL oder Windows Abo-Login statt API-Key Alles bleibt lokal

Das Ziel: so sieht es am Ende aus

Die Softwarefabrik ist eine lokale Web-Anwendung. Nach der Einrichtung öffnest du sie im Browser unter http://localhost:8080, meldest dich an und legst dein erstes Projekt an. Ein „Run" schickt dann dein bestehendes Claude-Abo strukturiert an die Arbeit — mit Plan, Umsetzung, Review und Quality-Gate.

localhost:8080
Der Projekt-Assistent der Softwarefabrik im Browser
Die laufende Fabrik — hier der Projekt-Assistent, der dich durch dein erstes Projekt führt. Das ist das Ziel dieser Anleitung.
Nur ausprobieren, ohne Kosten? Dann brauchst du diese Anleitung nicht — starte mit dem Schnellstart und dem Mock-Adapter. Diese Seite ist für echte Runs mit deinem Abo.

Zuerst verstehen: Abo vs. API-Key

Bei Anthropic sind das zwei getrennte Abrechnungswege — die Fabrik unterstützt beide:

Alternative

API-Key

ANTHROPIC_API_KEY aus der Anthropic-Konsole, pro Token abgerechnet, kostet zusätzlich zum Abo. Du kannst jederzeit umschalten.

Im Abo-Modus entfernt die Fabrik einen etwaigen API-Key bewusst aus der Umgebung des Claude-Prozesses — damit Claude Code wirklich dein Abo nutzt und nicht heimlich auf API-Abrechnung umschaltet.

Voraussetzungen

Bevor du startest, brauchst du folgendes in einer Umgebung (WSL oder Windows — dazu gleich mehr):

  • JDK 25 (Java 25) — die Fabrik ist eine Java-Anwendung.
  • PostgreSQL — am einfachsten per docker compose up -d postgres mit der Compose-Datei aus dem Bundle; alternativ eine lokale Installation.
  • Claude Code (CLI) auf demselben Rechner, als derselbe Benutzer (prüfen mit claude --version).
  • Ein aktives Claude-Max- oder Pro-Abo (oder alternativ ein API-Key).
  • Eine Einzelplatzlizenz (Community-Tier) — wird automatisch erstausgestellt, siehe unten. Zum reinen Testen nicht nötig.

Wähle deinen Weg

Die Fabrik ruft das claude-CLI als Subprozess auf und braucht dessen Anmeldedaten und PATH. Deshalb müssen Fabrik und Claude Code in derselben Betriebssystem-Welt leben. Entscheide dich für einen Weg:

Neu · unterstützt

Weg B — nativ unter Windows

Alles in PowerShell, Credentials unter %USERPROFILE%\.claude, Fabrik-JAR nativ mit JDK 25.

Nicht mischen. Eine Fabrik unter Windows, die ein Claude in WSL aufruft (oder umgekehrt), findet weder PATH noch Credentials. Wähle A oder B und bleib dabei.
Warum nicht Docker? Der Docker-Compose-Pfad startet die Fabrik containerisiert — dort steckt das claude-CLI nicht drin, es funktioniert also nur der Mock-Adapter. Für echte Runs startest du das JAR direkt (Schritt 5 unten). Postgres darf ruhig im Container laufen.

Weg A — alles in WSL (empfohlen)

Alle Schritte laufen in einer WSL2-Ubuntu-Shell als dein Benutzer.

  1. JDK 25 und Claude Code installieren

    Claude Code kommt als npm-Paket. Danach einmal einloggen (öffnet den Browser).

    sudo apt update && sudo apt install -y openjdk-25-jdk
    npm install -g @anthropic-ai/claude-code
    claude --version
    claude /login
  2. Distributions-Bundle beziehen

    Die Fabrik ist ein lizenziertes Produkt — es gibt kein öffentliches Repo. Nach Kauf oder Trial-Freischaltung erhältst du das Distributions-Bundle: das signierte softwarefabrik.jar, eine docker-compose.yml (für Postgres) und eine Beispiel-.env. Entpacken und hineinwechseln:

    tar xzf softwarefabrik-einzelplatz.tar.gz
    cd softwarefabrik

    Quellzugang zum Selberbauen ist auf Anfrage möglich.

  3. .env anlegen (drei Pflicht-Secrets)

    Der Master-Key muss mindestens 32 Byte Base64 sein — hier direkt erzeugt.

    SOFTWAREFABRIK_ADMIN_PASSWORD=dein-admin-passwort
    SOFTWAREFABRIK_DB_PASSWORD=dein-db-passwort
    SOFTWAREFABRIK_SECRETS_MASTER_KEY=$(openssl rand -base64 32)
  4. Postgres starten

    Am einfachsten via Compose (nur die Datenbank, nicht die Fabrik).

    docker compose up -d postgres
  5. Fabrik starten und öffnen

    Danach http://localhost:8080 öffnen und mit dem Admin-Account anmelden.

    java -jar softwarefabrik.jar
    # mit Quellzugang alternativ:
    ./mvnw spring-boot:run

Weg B — alles nativ unter Windows

Alle Schritte laufen in PowerShell als dein Windows-Benutzer, mit JDK 25.

  1. Claude Code installieren

    Via npm; der Befehl heißt unter Windows claude.cmd. Einmal einloggen.

    npm install -g @anthropic-ai/claude-code
    claude --version
    claude /login
  2. Distributions-Bundle beziehen

    Kein öffentliches Repo — nach Freischaltung lädst du das Bundle (signiertes softwarefabrik.jar + docker-compose.yml + Beispiel-.env) und entpackst es. JDK 25 muss installiert sein; Quellzugang zum Selberbauen auf Anfrage.

    tar xzf softwarefabrik-einzelplatz.tar.gz
    cd softwarefabrik
  3. .env anlegen (drei Pflicht-Secrets)

    Den Master-Key (mind. 32 Byte Base64) erzeugst du in PowerShell so:

    [Convert]::ToBase64String((1..32 | ForEach-Object { Get-Random -Maximum 256 }))
    SOFTWAREFABRIK_ADMIN_PASSWORD=dein-admin-passwort
    SOFTWAREFABRIK_DB_PASSWORD=dein-db-passwort
    SOFTWAREFABRIK_SECRETS_MASTER_KEY=<base64-key-von-oben>
  4. Postgres starten

    Docker Desktop oder eine lokale Postgres-Installation nutzen.

    docker compose up -d postgres
  5. Fabrik starten und öffnen

    Danach http://localhost:8080 öffnen und mit dem Admin-Account anmelden.

    java -jar softwarefabrik.jar
Die Fabrik reicht die nötigen Windows-Env-Variablen (USERPROFILE, APPDATA, …) an Claude durch und nimmt als Default automatisch claude.cmd. Liegt deine Installation an einem abweichenden Pfad, setze SOFTWAREFABRIK_CLAUDECODE_COMMAND auf den vollen Pfad (z. B. einer claude.exe).

Dein Abo anbinden

Diese Schritte gelten in beiden Wegen — nur der Credentials-Pfad unterscheidet sich.

  1. Einmalig anmelden

    Falls oben noch nicht geschehen. Der Browser-Login geht gegen dein Abo; die Anmeldedaten landen unter ~/.claude (WSL) bzw. %USERPROFILE%\.claude (Windows) und werden von Claude Code selbst aktuell gehalten.

    claude /login
  2. Auth-Modus auf „subscription" setzen

    In der .env, bevor die Fabrik startet.

    SOFTWAREFABRIK_CLAUDECODE_AUTH_MODE=subscription
  3. Kein API-Key in der Umgebung

    Ein gesetzter ANTHROPIC_API_KEY hätte in Claude Code Vorrang vor dem Abo. Die Fabrik strippt ihn im Abo-Modus ohnehin aus dem Subprozess — halte ihn trotzdem aus der Umgebung fern.

  4. (Optional) Abweichendes Credentials-Verzeichnis

    Nur nötig, wenn deine Anmeldedaten nicht am Standardort liegen.

    SOFTWAREFABRIK_CLAUDECODE_CONFIG_DIR=/pfad/zu/.claude
localhost:8080/integrations
Die Integrationen-Seite der Fabrik mit API-Schlüssel-Feldern
Die Integrationen-Seite. Im Abo-Modus musst du hier bei Anthropic nichts eintragen — das Feld ist nur für den API-Key-Weg. Optionale Schlüssel (z. B. NVD für CVE-Scans) trägst du hier ein.

Auch mit OpenAI Codex (ChatGPT-Abo)

Dasselbe Prinzip gibt es für OpenAI Codex: statt eines OPENAI_API_KEY nutzt die Fabrik dein eingeloggtes ChatGPT-Plus/Pro-Abo („Sign in with ChatGPT"). Die Schritte sind 1:1 analog zum Claude-Abo.

  1. Einmalig anmelden

    Browser-Login gegen dein ChatGPT-Abo. Die Anmeldedaten landen unter ~/.codex/auth.json (WSL) bzw. %USERPROFILE%\.codex\auth.json (Windows).

    codex login
  2. Adapter + Auth-Modus setzen

    Per .env oder in den Einstellungen. Ein gesetzter OPENAI_API_KEY würde die Abrechnung still umlenken — im Abo-Modus strippt die Fabrik ihn aktiv.

    SOFTWAREFABRIK_EXECUTION_ADAPTER=codex
    SOFTWAREFABRIK_CODEX_AUTH_MODE=subscription
  3. (Optional) Abweichendes CODEX_HOME

    Nur nötig, wenn nicht am Standardort. Der Auth-Modus ist auch in der Einstellungen-UI umschaltbar und greift ohne Neustart (max. 5 Min Cache).

    SOFTWAREFABRIK_CODEX_CONFIG_DIR=/pfad/zu/.codex

Lizenz — Einzelplatz

Der Einzelplatz nutzt das Community-Tier. Für den produktiven Betrieb aktivierst du das Lizenzmodul:

SOFTWAREFABRIK_LICENSE_V1_ENABLED=true
  • 30-Tage-Lease, die bei jedem Start der Fabrik automatisch erneuert wird.
  • Offline + Grace: Ist der Lizenzserver nicht erreichbar, läuft die Fabrik mit der vorhandenen Lease plus 30 Tagen Grace weiter — der Start wird nie blockiert.
  • Kein Account/Login: Die Erstausstellung läuft ohne Anmeldung, nur mit E-Mail und Geräte-Fingerprint.
  • Offline verifizierbar: Lease-Tokens sind Ed25519-signiert und werden lokal geprüft.
  • Bei abgelaufener Lizenz werden nur neue Runs gesperrt — die übrige UI bleibt nutzbar.
Für reines lokales Ausprobieren mit dem Mock-Adapter kann das Lizenzmodul aus bleiben (Default) — dann ist keine Lizenz nötig.

Abrechnung — ehrlich gesagt

Seit Mitte 2026 rechnet Anthropic die programmatische Abo-Nutzung über ein separates Monatskontingent zu API-Preisen ab — nicht mehr unbegrenzt im Abo.

  • Einzelplatz: bequem, kein API-Billing-Setup; für moderate Nutzung reicht das Kontingent.
  • Dauerlast: ein API-Key kann wirtschaftlicher sein — du behältst beide Optionen per Umschalter.
Betriebsmodus: Der Einzelplatz läuft im Default EINZELPLATZ_ABO (Setting betrieb.modus), der den Abo-Login erlaubt. Für Team-Betrieb gibt es TEAM_API_POOL, der den Abo-Login sperrt und einen hinterlegten API-Key erzwingt (Pool-Abrechnung).

Mehrere Nutzer mit eigenem Abo

Für Bring-Your-Own-Subscription authentifiziert das Backend jeden Nutzer in ein eigenes Credentials-Verzeichnis und routet den Run dorthin. Die Grundlage (pro Run wählbares Verzeichnis) ist vorhanden; die nutzerbezogene Verwaltung ist die nächste Ausbaustufe. Jeder zahlt aus seinem eigenen Kontingent.

Fertig — so prüfst du es

  1. Fabrik neu starten

    Damit die Umgebungsvariablen aus der .env greifen.

  2. Projekt anlegen und Run starten

    Über den Assistenten ein Projekt anlegen, dann einen Run mit Adapter claudecode starten.

  3. Ergebnis prüfen

    Der Run läuft durch, ohne dass ein API-Key hinterlegt ist — die Token zählen gegen dein Abo. Verschwindet der gelbe „Mock-Adapter aktiv"-Hinweis, läuft alles echt.

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