Worum es geht
Die Agentic Software Factory ist eine lokale Control Plane für AI-gestützte Softwareentwicklung. Sie ist kein weiterer LLM-Wrapper, sondern eine strukturierte Orchestrierungs-Schicht: Du beschreibst das Projekt, definierst dein Team aus Agentenrollen, startest Runs gegen Coding-CLIs (Claude Code, Codex, Gemini, Aider) und bekommst am Ende einen reproduzierbaren Workspace mit Git-Historie, Build-Status und Quality-Gate-Verdict.
Der zentrale Hebel: jeder Coding-Lauf hat eine Struktur. Nicht "Chat mit der KI", sondern Plan → Implementiere → Review → Validiere — mit Approvals an den richtigen Stellen und einem automatischen Quality Gate am Schluss.
Welche Probleme löst es konkret?
Die direkte Shell-Nutzung von Claude Code ist mächtig, aber prozessual rau. Genau diese Reibungspunkte adressiert die Plattform:
- Prompt-Chaos in der ShellProjektdefinitionen entstehen ad-hoc, sind nicht versionierbar und schwer wiederverwendbar.
- Wenige Commits, unklare Git-HistorieLange Claude-Sessions produzieren große, schlecht reviewbare Änderungen.
- Freigaben ohne KontextManuelle Approvals werden routinemäßig abgenickt, kritische Phasen sind nicht sichtbar markiert.
- Keine durchgängige NachvollziehbarkeitLogs, Build-Ergebnisse und Agenten-Entscheidungen verteilen sich auf Terminal, Editor und Notizen.
- Nachfolge-Projekte fangen bei null anBewährte Agent-Rollen, Teams und Leitplanken werden nicht konserviert.
Für wen ist das?
Die Plattform ist für technische Verantwortliche gebaut, die AI-gestützte Entwicklung strukturiert einsetzen wollen — typischerweise im Mittelstand, in regulierten Umfeldern oder bei Beratungen, die Code-Resultate auch dokumentieren müssen. Kein Massen-Consumer-Produkt; Hobbyisten sind mit Claude Code direkt schneller bedient.
Softwarearchitekten
Klare Leitplanken, nachvollziehbare Entscheidungen, Git- und Build-Disziplin als technische Gates.
Lead Developer
Effiziente Claude-Nutzung ohne Prompt-Chaos. Wiederverwendbare Projekt-Setups statt wiederholter Setup-Arbeit.
Tech Leads
Transparenz über Runs, Logs, Approvals. Freigaben werden bewusst erteilt, nicht nebenbei durchgewinkt.
Kleine Produktteams
Schnell belastbare Artefakte statt Dokument-Leichen. Folge-Runs statt überlanger Einzelruns.
Enterprise-Teams
Auditierbarkeit, mandantenfähige Betriebsmodelle und Compliance-Szenarien sind für spätere Versionen geplant.
Einblick in die Plattform
So sieht die laufende Fabrik aus — hier der Projekt-Assistent. Darunter schematisch die weiteren Arbeitsbereiche.
Projekt-Wizard
Strukturierte Erfassung statt leerer Markdown-Datei. Vier Schritte, sechs Stack-Templates.
Projektinhalte
[ Projektname ]
[ Zielbild ]
[ Constraints / DoD ]
Zurück [ Weiter ]
Run-Ansicht
Phasen, Status und aktueller Schritt auf einen Blick — Phase 4 / 7.
✓ INTAKE ✓ PROMPT_ASSEMBLY ✓ WORKSPACE_PREPARATION ⟳ EXECUTION · running… · VALIDATION · COMPLETION
Git & Build
Commits, Working Tree und Build-Status direkt in der UI.
a1f2e3b feat: DoD persistiert 7c9d4a2 test: policy paths e2b8f6c feat: run validation ───────────────────────── mvn verify · PASS 42 tests · coverage 82 %
Markdown-Artefakte
Generierte Spezifikationsdateien als editierbare Vorschau.
Artefakte PROJECT.md INSTRUCTIONS.md AGENTS.md WORKFLOW.md DEFINITION_OF_DONE.md README.md
So konkret sieht das aus
Beispiel: Du willst eine einfache REST-API für Rechnungen bauen. So läuft der Weg über die Softwarefabrik — vom 15-Sekunden-Wizard bis zum validierten Commit.
Dein Input · 15 Sekunden im Wizard
Projektname: Invoice API
Zielbild: REST-API für Rechnungen,
CRUD + Statusübergänge
Tech: Spring Boot 4, PostgreSQL 16, Flyway
DoD: alle Endpoints getestet,
mvn verify grün, Coverage ≥ 85 % Line / ≥ 81 % Branch
Was die Plattform daraus macht
✓ PROJECT.md 47 Zeilen ✓ INSTRUCTIONS.md 32 Zeilen ✓ WORKFLOW.md 19 Zeilen ✓ DEFINITION_OF_DONE.md 14 Zeilen ✓ AGENTS.md 21 Zeilen ✓ README.md 28 Zeilen ✓ Git-Repo initial commit ✓ Run-Template mvn verify Gate
Run #42 · Invoice API · claude-code adapter Phase 5 / 7
14:32:01 ✓ INTAKE 2 s
14:32:03 ✓ PROMPT_ASSEMBLY 4 s
14:32:07 ✓ WORKSPACE_PREPARATION 8 s
14:32:15 ⟳ EXECUTION (claude-code) 4 min 12 s
├ src/main/java/… +247 Zeilen
├ src/test/java/… +89 Zeilen
└ 3 Commits · feat, test, docs
14:36:27 ✓ VALIDATION (mvn verify) 52 s
· CORRECTION übersprungen — Validation grün
14:37:19 ⏸ COMPLETION (wartet auf Freigabe) —
Gesamt 5 min 18 s · 336 Zeilen Code · 42 Tests · Coverage 82 %
Der vollständige Loop: von der Idee zur nächsten Iteration
Ein einzelner Run endet nicht am Quality Gate — die Fabrik denkt in Iterationen. Auf einem persistenten Workspace (frisch angelegt oder per Repo-Import aus einem bestehenden Repository) schließt sich ein durchgängiger Kreislauf in acht Schritten:
- Planen — ein Plan-Run zerlegt das Ziel in Markdown-Pläne, die als Backlog einzeln auswählbar werden.
- Auswählen — du aktivierst einen Backlog-Eintrag als nächste Aufgabe.
- Bauen — ein Build-Run arbeitet auf einem eigenen Branch, nicht direkt auf dem Hauptstand.
- Selbstkorrektur — bei rotem Build wiederholt die Plattform die Korrektur automatisch und begrenzt, bis der Build grün ist.
- Quality-Gate — läuft in der Pipeline wahlweise aus, beratend oder blockierend.
- Liefern — mit Git-Remote und GitHub-Token entstehen Push und Pull-Request; ohne beides wird lokal in den Hauptstand gemerged.
- Lernen — ein Project-Memory bewahrt Erkenntnisse und fließt in Folge-Runs ein.
- Weiter — optionale Auto-Folgevorschläge führen direkt zur nächsten Iteration — der Loop schließt sich.
Was V1 leisten soll
Das Reifegradmodell der Plattform definiert fünf Stufen. V1 erreicht die Stufen M1 bis M4:
| Stufe | Was funktioniert |
|---|---|
| M1 Reproduzierbar | Run kann gestartet, überwacht, abgeschlossen werden |
| M2 Solo-Dev-effizient | Quick-Start, globale Defaults, Wizard mit sechs Templates, Modell-Routing pro Rolle |
| M3 Tool-integriert | AGENTS.md, Plugins, Skills synchronisiert; Repo-Import; Project-Memory |
| M4 Operativ härter | Container-Sandbox, Live-Token-Stream, Inline-Diffs, Browser-Notifications |
| M5 Multi-Tenant | Grundlagen vorhanden (Projektgrenzen-Isolation, RBAC, SSO, Admin-UI); volle auditsichere Mehrmandanten-Trennung (getrennte Policy/Audit/Reports pro Mandant) folgt — bis dahin 1 Instanz/Mandant empfohlen |
Bestandteile
Plattform-Kern (eine Spring-Boot-Anwendung)
- Projekt-Editor und -Wizard — Erfassung von Projekten als strukturierte Markdown-Artefakte.
- Run-Engine — Orchestrierung der Phasen, Live-Streaming, Status-Tracking.
- Adapter-Registry — Anbindung an Coding-CLIs als Spring-Beans.
- Quality-Gate — aggregiert Reviewer-Findings (architecture, hallucination, security, aider, claude) zum Verdict.
- Settings, Audit, Secrets — Cross-Cutting-Concerns mit Override-Logik, Audit-Trail und Verschlüsselung.
- Conductor — schreibt vor jedem Run die CLI-Konfiguration ins Workspace.
Lizenz-Service (separater Microservice)
- License-Service — Spring-Boot-Anwendung mit Ed25519-Signatur (EdDSA), gibt JWT-Lease-Tokens für die Tier-Prüfung aus.
- Keycloak — Identity-Provider für Kunden-Login bei der Lizenz-Verwaltung.
Demo-Infrastruktur
- demo.softwarefabrik.io — öffentliche Single-Tenant-Demo-Instanz mit Mock-Adapter, täglichem Reset.
Lizenzmodell · Kurzform
Drei Stufen mit bewusst reibungsarmem Einstieg. Detaillierter Vergleich und Registrierungsprozess auf der Seite Lizenzmodell.
| Kriterium | Community | Professional | Enterprise |
|---|---|---|---|
| Registrierung | keine | Konto | durch Vertrag |
| Preis | kostenlos | 20–30 € / Nutzer·Monat | ab 20.000 € / Jahr |
| Runs pro Tag | 10 | 100 | 1000 |
| Parallele Agenten | 3 | 10 | 50 |
| Geräte | 3 | 5 | laut Vertrag |
| Lease-Laufzeit | 30 Tage | 30 Tage | 30 / 90 / 365 Tage |
| Team / SSO / Audit | – | – | ✓ |
| Priority Support | – | ✓ | ✓ |
/api/v1/pubkey.Was das Projekt alles beinhaltet
Project Definition
Projekttitel, Zielbild, Constraints, Tech-Präferenzen und DoD.
Agent Definition
Rollen, Standardinstruktionen, Tool-Profile und Grenzen.
Team Assembly
Agententeams für Projekttypen und Run-Arten.
Prompt Assembly
Automatische Generierung von PROJECT.md & Co.
Run Orchestration
Starten, überwachen, pausieren, abschließen.
Git & Build
Commits, Working Tree, Build-Resultate in der UI.
Technische Basis von Version 1
Angular ist in Version 1 bewusst nicht nötig. Fokus auf Workflow, Orchestrierung, Nachvollziehbarkeit und Wiederverwendbarkeit.
Was V1 bewusst nicht leisten muss
- grafischer Workflow-Designer
- Cloud-Skalierung und Mandantenfähigkeit
- vollwertige CI/CD-Plattform
Empfohlenes Domänenmodell
Wichtige UX-Leitentscheidung
Der Nutzer soll nicht zuerst manuell Markdown-Dateien schreiben müssen.
Idee → strukturierte UI-Erfassung → automatisch generierte Markdown-Artefakte → editierbare Vorschau → Run
Deep Dive: Architektur hinter der Softwarefabrik
Die Softwarefabrik basiert auf einer fundierten Architektur für agentische Softwareentwicklung. Das begleitende Whitepaper beschreibt Referenzarchitekturen, Agenten-Orchestrierung, Guardrails und SDLC-Integration auf 76 Seiten — als konzeptionelles Fundament des Produkts.
Werde einer der ersten Nutzer.
Die Softwarefabrik ist in aktiver Entwicklung. Wenn du mit AI-Coding-Tools an Grenzen stößt und eine Lösung mit Struktur suchst: schreib mir kurz — ich zeige dir das System persönlich und melde mich in 1–2 Werktagen zurück.
Weiterlesen
- → Einführung — Bedienung Schritt für Schritt.
- → Architektur — technischer Aufbau und Modulgrenzen.
- → News — Release-Historie bis v0.19.0.
- → Lizenzmodell — Community / Professional / Enterprise.