Diese Seite beschreibt die Zielarchitektur der Agentic Software Factory in verdichteter Form: Schichten, Module, zentrale Datenflüsse und technische Leitentscheidungen.
Zielbild
Die Plattform ist als lokale Control Plane für AI-gestützte Entwicklung gedacht. Sie kapselt Projekterfassung, Artefakt-Generierung, Run-Orchestrierung, Git-/Build-Transparenz und Policy-/Approval-Logik in einer Webanwendung.
Claude Code als Adapter, nicht als Architekturzentrum
Sicherheits- und Qualitätsleitlinien
keine Secrets im Code
keine Tokens, Session-IDs oder Cookies im Log
kleine, reviewbare Commits
Tests und Build-Validierung vor Commits
klare Trennung von Domain und Infrastruktur
Lizenz- und Identitätsschicht
Neben dem Produkt-Backend existiert ein eigener Stack für Identität und Lizenzierung, entkoppelt von der Plattform-DB:
Keycloak als OIDC-Provider (User, Rollen, Device-Authorization-Grant)
License-Service als Spring-Boot-Microservice mit eigener PostgreSQL
Lease-JWT (RS256, 7 Tage Gültigkeit) mit eingebetteten Limits pro Tier
Offline-Verifikation im Client über eingebetteten Public Key, fail closed bei abgelaufenem Lease
Der Client startet nach der Installation im registrierungsfreien DEMO-Modus (nur Mock-Adapter, harte Limits im Code, kein Server-Kontakt). Nach einer Registrierung per Device-Flow wird automatisch eine COMMUNITY-Lizenz angelegt; ein Admin kann den Tier in der Admin-UI auf FULL anheben. Das Lease legt fest, welcher Adapter verwendet werden darf und wie Run-Anlage und Team-Größe begrenzt sind.
Noch tiefer einsteigen
Die hier skizzierte Architektur ist die produktseitige Umsetzung eines allgemeineren Modells. Wer die zugrundeliegenden Prinzipien agentischer Softwareentwicklungsarchitekturen vertiefen möchte – Referenzarchitektur, Agenten-Orchestrierung, Guardrails, Memory-Strukturen und SDLC-Integration – findet im begleitenden Whitepaper (76 Seiten) die ausführlichere Darstellung. Es liefert den konzeptionellen Hintergrund, auf dem diese Plattform aufsetzt.
Warum diese Architektur sinnvoll ist
Sie hält Version 1 bewusst schlank, ohne den späteren Ausbau zu blockieren. Die Plattform kann mit einem einzelnen ausführenden Adapter starten und ist trotzdem so geschnitten, dass später zusätzliche Agentenrollen, komplexere Policies oder echte Mehragenten-Ausführung ergänzt werden können.
Merksatz: Version 1 soll nicht alles können. Sie soll die richtigen Grenzen und Erweiterungspunkte sauber setzen.