Architektur

Architekturüberblick

Diese Seite beschreibt die Zielarchitektur der Agentic Software Factory in verdichteter Form: Schichten, Module, zentrale Datenflüsse und technische Leitentscheidungen.

Zielbild

Die Plattform ist als lokale Control Plane für AI-gestützte Entwicklung gedacht. Sie kapselt Projekterfassung, Artefakt-Generierung, Run-Orchestrierung, Git-/Build-Transparenz und Policy-/Approval-Logik in einer Webanwendung.

Benutzer → Web UI → Anwendungslogik → Domänenmodell → Adapter (Claude, Git, Build, Filesystem, Datenbank)

Empfohlene Schichten

  • Web/UI: Spring MVC, Thymeleaf, optionale HTMX-Interaktionen
  • Anwendung: Orchestrierungs- und Use-Case-Services
  • Domäne: Projekt-, Run-, Agenten- und Policy-Modell
  • Infrastruktur: PostgreSQL, Filesystem, Git, Claude-Adapter, Build-Adapter

Wichtige Module

  • Project Definition
  • Agent Definition
  • Team Assembly
  • Prompt Assembly
  • Run Orchestration
  • Validation & Gates
  • Policy & Approval
  • Artifact & Log Management

Domänenmodell

ProjectDefinitionInstructionSetDefinitionOfDoneAgentDefinitionAgentTeamRunRunPhaseTaskExecutionStepExecutionLogApprovalPolicyApprovalDecisionGitRepositoryGitCheckpointBuildResultArtifactPromptArtifact

Zentrale Datenflüsse

ProjektflussProjekt anlegen → Felder füllen → Markdown-Artefakte generieren → Status READY
Run-FlussRun anlegen → Phasen durchlaufen → Logs/Git/Build erfassen → Abschluss
Approval-Flusskritische Phase erreicht → Freigabe speichern → Run fortsetzen oder abbrechen
ValidierungsflussBuild/Test ausführen → Ergebnis speichern

Run-Phasen als Zustandsmodell

PhaseZweckTypische Aktion
INTAKEProjekt und Team festlegenRun initial anlegen
PROMPT_ASSEMBLYArtefakte zusammenstellenMarkdown lesen und in Workspace kopieren
WORKSPACE_PREPARATIONWorkspace vorbereitenGit init, Basisdateien, initialer Commit
EXECUTIONAgent arbeitetClaude-Adapter oder Mock ausführen
VALIDATIONBuild/Test prüfenmvn verify
CORRECTIONKorrekturen nach ProblemenFolgeschritt oder Folge-Run
COMPLETIONRun formell abschließenAbschlussstatus speichern

Technische Leitentscheidungen

  • Spring Boot + Thymeleaf statt SPA als Baseline
  • PostgreSQL als persistente Zustandsquelle
  • Markdown-Artefakte als zentrale Arbeitsgrundlage
  • Git- und Build-Disziplin als technische Gates
  • Claude Code als Adapter, nicht als Architekturzentrum

Sicherheits- und Qualitätsleitlinien

  • keine Secrets im Code
  • keine Tokens, Session-IDs oder Cookies im Log
  • kleine, reviewbare Commits
  • Tests und Build-Validierung vor Commits
  • klare Trennung von Domain und Infrastruktur

Lizenz- und Identitätsschicht

Neben dem Produkt-Backend existiert ein eigener Stack für Identität und Lizenzierung, entkoppelt von der Plattform-DB:

Der Client startet nach der Installation im registrierungsfreien DEMO-Modus (nur Mock-Adapter, harte Limits im Code, kein Server-Kontakt). Nach einer Registrierung per Device-Flow wird automatisch eine COMMUNITY-Lizenz angelegt; ein Admin kann den Tier in der Admin-UI auf FULL anheben. Das Lease legt fest, welcher Adapter verwendet werden darf und wie Run-Anlage und Team-Größe begrenzt sind.

Noch tiefer einsteigen

Die hier skizzierte Architektur ist die produktseitige Umsetzung eines allgemeineren Modells. Wer die zugrundeliegenden Prinzipien agentischer Softwareentwicklungsarchitekturen vertiefen möchte – Referenzarchitektur, Agenten-Orchestrierung, Guardrails, Memory-Strukturen und SDLC-Integration – findet im begleitenden Whitepaper (76 Seiten) die ausführlichere Darstellung. Es liefert den konzeptionellen Hintergrund, auf dem diese Plattform aufsetzt.

Warum diese Architektur sinnvoll ist

Sie hält Version 1 bewusst schlank, ohne den späteren Ausbau zu blockieren. Die Plattform kann mit einem einzelnen ausführenden Adapter starten und ist trotzdem so geschnitten, dass später zusätzliche Agentenrollen, komplexere Policies oder echte Mehragenten-Ausführung ergänzt werden können.

Merksatz: Version 1 soll nicht alles können. Sie soll die richtigen Grenzen und Erweiterungspunkte sauber setzen.